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Sd.Kfz 181 PzKpfW VI - Tiger sPzAbt505 Heng Long - 1:16

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    gebaut vom 16.2. bis 8.5.2007
    

DSCF2625

späte Ausführung mit Zimmerit


In den letzten Jahren habe ich einige 1:35er Panzer und auch ferngesteuerte Auto bzw. LKW Modelle gebaut. Nun will ich mich mal an einen RC Panzer in 1:16 wagen.Vorab habe ich in den letzten Wochen gründlich die Bau- und Umbauberichte auf privaten Webseiten und in einigen Foren studiert.Nach gründliche Überlegung habe ich mich dann entschieden einen Tiger auf Heng Long Basis zu bauen.Da der Heng Long aber eher ein Spielzeug als ein Modell darstellt war von Anfang an klar das ich die meisten der Originalteile nicht verwenden werde.Als Ausgangsbasis musste es also nicht unbedingt ein neuer Panzer sein da ich die Elektronik und viele Fahrwerkskomponenten sowieso nicht verwenden wollte.

So etwa wie auf diesem Bild soll er mal werden - eine späte Version mit Zimmerit im Einsatz bei der sPzAbt505 1944 in Rußland.



Die Farben sind wahrscheinlich braune Tarnstreifen auf dunkelgelber Grundfarbe. Der Reiter war entweder rot oder grün.

Die 312 auf der KWK ist auf einem helleren gelben Streifen und außerdem hinten auf der Rommelkiste .



Als Grundlage verwende ich nun einen älteren HL Tiger ohne die Original Elektronik.

Nach den Erfahrungen anderer Modellbauer erscheint es mir sinnvoll vor allem das Fahrwerk möglichst komplett auf Metallteile umzubauen.

Dazu habe ich mir von Asiatam den Umbausatz mit Metallketten , Metall Laufrädern und Metallschwingarmen bestellt.

 

 

Die Unterwannen hat ein großes Loch in der Mitte und einige Schwingarme sind abgebrochen. Zuerst wurde die Unterwanne von allen Anbauteilen entfernt und das Batteriefach ausgetrennt.
   

Das sieht jetzt ziemlich wüst aus - aber das ändert sich gleich .....

 

Zwei Alubleche , eines 105 x 198 x 2 und eines 105 x 180 x 3 werden die Wanne verstärken .
    
    
 
                
    

Die Metallschwingarme will ich nicht direkt an der Kunsstoffwanne befestigen. Deshalb habe 2 Stück Alu U-Profil 16 x 10 x 1.5 auf 260 mm abgelängt und mit dem Alubodenblech verschraubt.
    
        
 

       
    

Im vorderen Bereich muß der obere Schenkel auf einer Länge von 50mm entfernt werden damit die Getriebe montiert werden können.

Hier ein Bild mit probeweise eingesetzten Getrieben - diese werden aber noch modifiziert.

 

 

Die Stabilität der Unterwanne ist jetzt erheblich besser als vorher , sie lässt sich praktisch nicht mehr verwinden und auch die Schwingarme werden im U-Profil einen sicheren Halt finden !       
   
Zur optischen und technischen Verbesserung des Fahrwerks verwende ich diesen Umbausatz für 105.- € von Tamtoys , er enthält 2 sehr schöne Metallketten , einen Satz Laufräder aus Alu , 2 Leiträder , und 16 Metallschwingarme mit Befestigungsmaterial.
    
        
      
       


    

Der gesamte Satz wiegt rund 2,2 kg , eine der Ketten kommt auf ca. 700g !Leider habe ich bei der Bestellung übersehen das keine Treibräder enthalten sind , die muß ich jetzt nochmal nachbestellen.

 

 


 

 

Was mir an dem Umbausatz bisher aufgefallen ist:

positiv

  •   ordentliche , übersichtliche Verpackung
  •   Ketten und Laufräder sind sehr schön gestaltet und werten das Aussehen des Tigers sicher auf
  •   Preis erscheint angemessen
  •   die inneren Rollen sind geteilt - so wie es richtig ist und nicht wie bei HL als eine Rolle


 

negativ

  • die Schwingarme haben auf den Messingbuchsen mehr Spiel als auf den original Kunststoffbuchsen
  • keinerlei Montageanleitung - o.k. ich komme auch so zurecht , aber irgendwie hätte das schon dazugehört
  • da die Plastiktreibräder von HL mit dem Gewicht sicher überlastet sind hätte man diese als Metallversion dazupacken und den Preis entsprechend anpassen sollen . Gebraucht werden sie bei den schweren Teilen auf jeden Fall !
  • Es sind keine neuen , stärkeren Federn dabei. Man muß also die HL Federn verwenden . Ob die bei dem wesentlich erhöhten Gewicht nicht überlastet sind ist die Frage.
  • Die Befestigung der Laufräder aufeinander und auf den Achsen durch zusammenpressen kann mich nicht überzeugen. Ich hätte es gerne etwas demontagefreundlicher. Mal sehen wie ich das eventuell ändern kann.


Mir ist klar das bei Berücksichtigung der obengenannten Punkte sicher ein höherer Preis als 105.- € herausgekommen wäre. Das ist eben immer das Problem , wenn man alles perfekt machen will wird es zu teuer, macht man es günstig gibt es eben ein paar Kritikpunkte mehr.

Alles in allem scheint mir der Umbausatz aber ein guter Kauf gewesen zu sein.
    
        
    

Als erstes habe ich mich mal an die Schwingarme gemacht. Hier die Teile , wobei ich die mitgelieferten Kreuzschlitzschrauben mit Inbusschrauben ersetzt habe:
    
        

        
    

Leider hat die Achse im Rad sehr viel Spiel , die Achse hat einen Durchmesser von 2,97 und die Bohrung ist 3,45 man sieht das sogar auf dem Bild sehr deutlich:

 

   
        
Zum Glück habe ich noch ein paar Messinggleitlager mit 3mm Innendurchmesser , also habe ich die Laufrolle auf 6mm aufgebohrt und die Gleitlagerbuchse eingepresst. Jetzt läuft das Rad wesentlich sauberer und ohne Gewackel auf der Achse !
    
      
   

                
    

Das Einpressen der Achsen in die Schwingarme ist auch keine ideale Lösung. Ich habe deshalb einen der original HL Achsen ( diese sind etwas länger als die mit den Metallrädern von Tamtoys gelieferten ) hinter der Riffelung abgeschnitten. Dann in den Schwingarm eine M2 Gewinde geschnitten und die Achse mit einer Schraube gesichert. An der Stelle an der die Schraube auf die Achse trifft bringt man eine kleine Nut an , dann rutscht die Achse sicher nicht mehr aus der Führung !

Nun lassen sich die Räder ohne Gewaltakt demontieren und laufen wesentlich exakter.
    
          
    

Die Lagerung der Triebräder bzw. der Getriebausgangswelle ist am HL Tiger sehr labil . Die Welle wird lediglich durch die Plastikwanne geführt. Das wird auf Dauer sicher nicht halten. Außerdem ist bereits im Neuzustand ein enormes Spiel in der "Lagerung"

2 Aluplatten mit 6mm Dicke werden passend zurechtgesägt und an der Position der Getriebausganswelle eine Bohrung von 12mm Durchmesser angebracht. In diese wird ein Lagerbuchse für eine 8mm Welle eingepresst und zusätzlich verklebt.

Wichtig ist das die Lagerbuchse exakt zur Getriebwelle fluchtet.
    
 

    

Zusätzlich wird eine 8mm Bohrung so angebracht das die überstehende Getriebewelle frei läuft. Die Platte wird nun mit 3 Senkschrauben M3 und selbstsichernden Muttern mit der Wanne verschraubt.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu vorher. Jetzt läuft die Welle ohne Spiel und das Gewackel des Antriebsrades hat ein Ende.

2 der 5 Bohrungen sind übrigens ohne Funktion - ein Fehler von mir ! Die Platte ist nur mit 3 Schrauben befestigt.
    
    
                
    

Leider musste ich feststellen das das Ausbuchsen der Laufrollen doch keine gute Idee ist. Dadurch laufen die Rollen zwar ohne hin und her zu wackeln und zu klappern - aber leider fehlt dann das nötige Spiel um Ungenauigkeiten in der Flucht auszugleichem - die Kette neigt zum klemmen auf den Rollen.

Deshalb habe ich die restlichen Rollen jetzt ohne Messingbuchsen eingebaut und die bereits eingebauten Buchsen wieder etwas aufgebohrt

Jetzt läuft die Kette besser als vorher.In die Kette habe ich eines der mitgelieferten Ersatzkettenglieder zusätzlich eingebaut - so müsste die Länge passen - weiteres wird sich bei ersten Fahrversuchen zeigen.
    
    

        
Aus Plastikplatten habe ich dann 2 Getriebeabdeckungen zusammengeklebt und schwarz lackiert. Das soll verhindern das sich das Fett überall verteilt.


Ebenfalls aus 2mm Plastikplatten ist eine Box mit Akkufach und Platz zum Einbau der Elektronik entstanden. Die Box ist so groß das sie mit leichtem Druck genau in die Wanne passt , so kann man auf Schrauben verzichten.
    
    

        
    

Zur Abwechslung habe ich die Arbeiten an der Unterwanne mal unterbrochen um mich dem Turm zuzuwenden. Zur Vorlage für die äußere Gestaltung des Umbaus habe ich mir das Italeri Modell eines späten Tigers Panzerkampfwagen IV Ausf. E mit Zimmerit in 1:35 gekauft.
    
 

    

Der Turm des Tigers war schnell und einfach zusammen zu bauen und kann nun als Richtlinie für die Anpassung des Heng Long Turmes dienen.



Eine solche dreidimensionale Vorlage erleichtert den Umbau wesentlich mehr als eine Zeichnung oder ein Foto.
       


Man erkennt nun schon das der HL Turm leider um einiges in der Form und den Abmessungen von der Vorlage abweicht. Auch die Rommelkiste hat eine falsche Form. An der Grundform will ich jedoch nichts ändern. Was noch zu tun bleibt ist das Ändern bzw. Ergänzen der Turmhebepilze und das Anbringen der Ersatzkettenglieder.
    
        
 
    

Aus einem Gießast Abfall und je 3 Unterlegscheiben habe ich die die Turmhebepilze gebastelt.

 

 

Für den hinteren Hebepilz wurde die Rommelkiste entsprechend aufgeschnitten und ein Kasten aus Plastikplatten in entsprechender Größe gefertigt , so das der Motor für das Heben der KWK noch passt.
        
   


                    
    

Hier noch ein Bild vom kompletten Turm , Rand der Ladeschützenluke ist jetzt entfernt , Hebepilze ergänzt und Halter für Ersatzkettenglieder montiert.
    
       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
Im Schlamm  setzen sich die Ketten allerdings schnell zu und verklemmen sich auf den Antriebsrädern.
 
Die Kette springt in schwerem Gelände schnell  - aber da hatte ja auch das Original seine Probleme .....
 

Aktualisiert (Dienstag, den 07. Februar 2012 um 08:47 Uhr)

 

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